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Epiphanias
Tag der Erscheinung des Herrn

Liturgische Farbe: Weiß

Gottes Offenbarung in Jesus Christus gilt allen Völkern.
Sie ist verborgen und immer auf Verkündigung und Glauben angewiesen.

Tagesspruch: Die Finsternis vergeht und das wahre Licht scheint jetzt. (1. Johannes 2,8)

Da wird dem Pessimismus eine Absage erteilt: Gegenwart und Zukunft gehören nicht der Finsternis. Sie gehören dem »Licht«. Das ist aber nicht etwa Ausfluss eines billigen Optimismus oder einer »positiven Weltsicht«, sondern ist an die Person Jesu Christi gebunden und an das, was mit ihm geschehen ist: Die Verankerung der Liebe Gottes in der Welt, und darum auch von Freiheit und Gerechtigkeit, von Wahrheit und Hoffnung.

siehe auch Kirchenjahr evangelisch


Reihe I: Matthäus 2,1-12 Die Weisen aus dem Morgenland (Evangelium)

(1) Da Jesus geboren war zu Bethlehem in Judäa zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jerusalem und sprachen: (2) »Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, ihn anzubeten.«
(3) Als das der König Herodes hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem, (4) und er ließ zusammenkommen alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes und erforschte von ihnen, wo der Christus geboren werden sollte.
(5) Und sie sagten ihm: »In Bethlehem in Judäa; denn so steht geschrieben durch den Propheten (Micha 5,1): (6) Und du, Bethlehem im Lande Juda, bist mitnichten die kleinste unter den Fürsten Judas; denn aus dir wird kommen der Fürst, der mein Volk Israel weiden soll.«
(7) Da rief Herodes die Weisen heimlich zu sich und erkundete genau von ihnen, wann der Stern erschienen wäre, (8) und schickte sie nach Bethlehem und sprach: »Zieht hin und forscht fleißig nach dem Kindlein; und wenn ihr's findet, so sagt mir's wieder, dass auch ich komme und es anbete.«
(9) Als sie nun den König gehört hatten, zogen sie hin. Und siehe, der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, ging vor ihnen her, bis er über dem Ort stand, wo das Kindlein war. (10) Da sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut  (11) und gingen in das Haus und sahen das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe.
(12) Und da ihnen im Traum befohlen wurde, nicht wieder zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem andern Weg wieder in ihr Land.

Reihe II: Epheser 3,1-7 Die Heiden und Miterben (Epistel)

(1) Deshalb sage ich, Paulus, der Gefangene Christi Jesu für euch Heiden – (2) ihr habt ja gehört von dem Auftrag der Gnade Gottes, die mir für euch gegeben wurde: (3) Durch Offenbarung ist mir das Geheimnis kundgemacht worden, wie ich zuvor aufs Kürzeste geschrieben habe. (4) Daran könnt ihr, wenn ihr's lest, meine Einsicht in das Geheimnis Christi erkennen. (5) Dies war in früheren Zeiten den Menschenkindern nicht kundgemacht, wie es jetzt offenbart ist seinen heiligen Aposteln und Propheten durch den Geist; (6) nämlich dass die Heiden Miterben sind und mit zu seinem Leib gehören und Mitgenossen der Verheißung in Christus Jesus sind durch das Evangelium, (7) dessen Diener ich geworden bin durch die Gabe der Gnade Gottes, die mir nach seiner mächtigen Kraft gegeben wurde.

Reihe III: Jesaja 60,1-6 Mache dich auf, werde licht! (Altes Testament)

(1) Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des HERRN geht auf über dir! (2) Denn siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und Dunkel die Völker; aber über dir geht auf der HERR, und seine Herrlichkeit erscheint über dir. (3) Und die Völker werden zu deinem Lichte ziehen und die Könige zum Glanz, der über dir aufgeht. (4) Hebe deine Augen auf und sieh umher: Diese alle sind versammelt, kommen zu dir. Deine Söhne werden von ferne kommen und deine Töchter auf dem Arm hergetragen werden. (5) Dann wirst du es sehen und vor Freude strahlen, und dein Herz wird erbeben und weit werden, wenn sich die Schätze der Völker am Meer zu dir kehren und der Reichtum der Völker zu dir kommt. (6) Denn die Menge der Kamele wird dich bedecken, die jungen Kamele aus Midian und Efa. Sie werden aus Saba alle kommen, Gold und Weihrauch bringen und des HERRN Lob verkündigen.

Reihe IV: Johannes 1,15-18 Das Zeugnis des Johannes: Gnade und Wahrheit

(15) Johannes zeugt von ihm und ruft: »Dieser war es, von dem ich gesagt habe: Nach mir wird kommen, der vor mir gewesen ist; denn er war eher als ich. (16) Von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade. (17) Denn das Gesetz ist durch Mose gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden. (18) Niemand hat Gott je gesehen; der Eingeborene, der Gott ist und in des Vaters Schoß ist, der hat es verkündigt.«

Reihe V: 2. Korinther 4,3-6 Das helle Licht des Evangeliums

(3) Ist aber unser Evangelium verdeckt, so ist's denen verdeckt, die verloren werden, (4) den Ungläubigen, denen der Gott dieser Welt den Sinn verblendet hat, dass sie nicht sehen das helle Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit Christi, welcher ist das Ebenbild Gottes. (5) Denn wir predigen nicht uns selbst, sondern Jesus Christus, dass er der Herr ist, wir aber eure Knechte um Jesu willen. (6) Denn Gott, der da sprach: Licht soll aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsre Herzen gegeben, dass die Erleuchtung entstünde zur Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes in dem Angesicht Jesu Christi.

Reihe VI: 1. Könige 10,1-13 Die Königin von Saba 

(1) Und als die Königin von Saba die Kunde von Salomo vernahm, kam sie, um Salomo mit Rätselfragen zu prüfen. (2) Und sie kam nach Jerusalem mit sehr großem Gefolge, mit Kamelen, die Spezerei trugen und viel Gold und Edelsteine. Und als sie zum König Salomo kam, redete sie mit ihm alles, was sie sich vorgenommen hatte. (3) Und Salomo gab ihr Antwort auf alles, und es war dem König nichts verborgen, was er ihr nicht hätte sagen können.
(4) Da aber die Königin von Saba alle Weisheit Salomos sah und das Haus, das er gebaut hatte, (5) und die Speisen für seinen Tisch und die Sitzordnung seiner Großen und das Aufwarten seiner Diener und ihre Kleider und seine Mundschenken und seine Brandopfer, die er in dem Hause des HERRN opferte, stockte ihr der Atem, (6) und sie sprach zum König: »Es ist wahr, was ich in meinem Lande gehört habe von deinen Taten und von deiner Weisheit. (7) Und ich hab's nicht glauben wollen, bis ich gekommen bin und es mit eigenen Augen gesehen habe. Und siehe, nicht die Hälfte hat man mir gesagt. Du hast mehr Weisheit und Güter, als die Kunde sagte, die ich vernommen habe. (8) Glücklich sind deine Männer und deine Großen, die allezeit vor dir stehen und deine Weisheit hören. (9) Gelobt sei der HERR, dein Gott, der an dir Wohlgefallen hat, sodass er dich auf den Thron Israels gesetzt hat! Weil der HERR Israel lieb hat ewiglich, hat er dich zum König gesetzt, dass du Recht und Gerechtigkeit übst.« (10) Und sie gab dem König hundertzwanzig Zentner Gold und sehr viel Spezerei und Edelsteine. Es kam nie mehr so viel Spezerei ins Land, wie die Königin von Saba dem König Salomo gab.
(11) Auch brachten die Schiffe Hirams, die Gold aus Ofir einführten, sehr viel Sandelholz und Edelsteine. (12) Und der König ließ Schnitzarbeiten machen aus dem Sandelholz im Hause des HERRN und im Hause des Königs und Harfen und Zithern für die Sänger. Es kam nie mehr so viel Sandelholz ins Land, wurde auch nicht gesehen bis auf diesen Tag.
(13) Und der König Salomo gab der Königin von Saba alles, was ihr gefiel und was sie erbat, außer dem, was er ihr von sich aus gab. Und sie wandte sich und zog in ihr Land mit ihrem Gefolge.

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