1. Sonntag nach Epiphanias

weissLiturgische Farbe: Weiß

Als Gottes Kinder leben
Durch die Taufe und die Gabe des Heiligen Geistes wirkt Jesus Christus weiter.

Wochenspruch: Welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. (Römer 8,14)

Manchmal ist es schwer, erwachsen zu sein. Alles selbst zu regeln, die Dinge in die Hand zu nehmen, stark genug sein, um anderen zu helfen – das kann schon einmal zur Belastung werden. Noch einmal Kind sein, so unbeschwert und offen in den Gedanken und Gefühlen, dieser Wunsch kommt immer wieder einmal in uns hoch.
Vor Gott und bei ihm dürfen wir Kind sein. Bei ihm dürfen wir uns anlehnen, dürfen auch einmal klein sein und nicht weiter wissen. Bei ihm können wir uns Hilfe erbitten, denn er ist größer als wir und er trägt uns. Sein Geist hält uns in Gang. Das zu wissen tut gut und macht uns fähig und frei, stark zu sein – für uns und für andere.

siehe auch Kirchenjahr evangelisch


Reihe I: Josua 3,5-11.17 Israel geht trockenen Fußes durch den Jordan

(5) Und Josua sprach zum Volk: Heiligt euch, denn morgen wird der HERR Wunder unter euch tun. (6) Und Josua sprach zu den Priestern: »Hebt die Bundeslade auf und geht vor dem Volk her! Da hoben sie die Bundeslade auf und gingen vor dem Volk her.« (7) Und der HERR sprach zu Josua: »Heute will ich anfangen, dich groß zu machen vor ganz Israel, damit sie wissen: Wie ich mit Mose gewesen bin, so werde ich auch mit dir sein. (8) Und du gebiete den Priestern, die die Bundeslade tragen, und sprich: Wenn ihr an das Wasser des Jordans herankommt, so bleibt im Jordan stehen.«
(9) Und Josua sprach zu den Israeliten: »Herzu! Hört die Worte des HERRN, eures Gottes! (10) Daran sollt ihr merken, dass ein lebendiger Gott unter euch ist und dass er vor euch vertreiben wird die Kanaaniter, Hetiter, Hiwiter, Perisiter, Girgaschiter, Amoriter und Jebusiter: (11) Siehe, die Lade des Bundes des Herrn der ganzen Erde wird vor euch hergehen in den Jordan.« (...) 
(17) Und die Priester, die die Lade des Bundes des HERRN trugen, standen still im Trockenen mitten im Jordan. Und ganz Israel ging auf trockenem Boden hindurch, bis das ganze Volk über den Jordan gekommen war.

Reihe II: Matthäus 3,13-17 Die Taufe Jesu (Evangelium)

(13) Zu der Zeit kam Jesus aus Galiläa an den Jordan zu Johannes, dass er sich von ihm taufen ließe. (14) Aber Johannes wehrte ihm und sprach: »Ich bedarf dessen, dass ich von dir getauft werde, und du kommst zu mir?«
(15) Jesus aber antwortete und sprach zu ihm: »Lass es jetzt zu! Denn so gebührt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen.« Da ließ er's ihm zu.
(16) Und als Jesus getauft war, stieg er alsbald herauf aus dem Wasser. Und siehe, da tat sich ihm der Himmel auf, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabfahren und über sich kommen. (17) Und siehe, eine Stimme aus dem Himmel sprach: »Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.«

Reihe III: Römer 12,1-8 Stellt euch nicht dieser Welt gleich (Epistel)

(1) Ich ermahne euch nun, Brüder und Schwestern, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr euren Leib hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig sei. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst. (2) Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, auf dass ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene. (3) Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben ist, jedem unter euch, dass niemand mehr von sich halte, als sich's gebührt, sondern dass er maßvoll von sich halte, wie Gott einem jeden zugeteilt hat das Maß des Glaubens.
(4) Denn wie wir an einem Leib viele Glieder haben, aber nicht alle Glieder dieselbe Aufgabe haben, (5) so sind wir, die vielen, ein Leib in Christus, aber untereinander ist einer des andern Glied. (6) Wir haben mancherlei Gaben nach der Gnade, die uns gegeben ist. Hat jemand prophetische Rede, so übe er sie dem Glauben gemäß. (7) Hat jemand ein Amt, so versehe er dies Amt. Ist jemand Lehrer, so lehre er. (8) Hat jemand die Gabe, zu ermahnen und zu trösten, so ermahne und tröste er. Wer gibt, gebe mit lauterem Sinn. Wer leitet, tue es mit Eifer. Wer Barmherzigkeit übt, tue es mit Freude.

Reihe IV: Jesaja 42,1-9 Das geknickte Roh wird er nicht zerbrechen (Altes Testament)

(1) Siehe, das ist mein Knecht, den ich halte, und mein Auserwählter, an dem meine Seele Wohlgefallen hat. Ich habe ihm meinen Geist gegeben; er wird das Recht unter die Heiden bringen. (2) Er wird nicht schreien noch rufen, und seine Stimme wird man nicht hören auf den Gassen. (3) Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen. In Treue trägt er das Recht hinaus. (4) Er selbst wird nicht verlöschen und nicht zerbrechen, bis er auf Erden das Recht aufrichte; und die Inseln warten auf seine Weisung. »
(5) So spricht Gott, der HERR, der die Himmel schafft und ausbreitet, der die Erde macht und ihr Gewächs, der dem Volk auf ihr den Atem gibt und Lebensodem denen, die auf ihr gehen: (6) »Ich, der HERR, habe dich gerufen in Gerechtigkeit und halte dich bei der Hand. Ich habe dich geschaffen und bestimmt zum Bund für das Volk, zum Licht der Heiden, (7) dass du die Augen der Blinden öffnen sollst und die Gefangenen aus dem Gefängnis führen und, die da sitzen in der Finsternis, aus dem Kerker. (8) Ich, der HERR, das ist mein Name, ich will meine Ehre keinem andern geben noch meinen Ruhm den Götzen. (9) Siehe, was ich früher verkündigt habe, ist gekommen. So verkündige ich auch Neues; ehe denn es sprosst, lasse ich's euch hören.«

Reihe V: Johannes 1,29-34 Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt

(29) Am nächsten Tag sieht Johannes, dass Jesus zu ihm kommt, und spricht: »Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt! (30) Dieser ist's, von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann, der vor mir gewesen ist, denn er war eher als ich. (31) Und ich kannte ihn nicht. Aber damit er offenbar werde für Israel, darum bin ich gekommen zu taufen mit Wasser.«
(32) Und Johannes bezeugte es und sprach: »Ich sah, dass der Geist herabfuhr wie eine Taube vom Himmel und blieb auf ihm.« (33) Und ich kannte ihn nicht. Aber der mich gesandt hat zu taufen mit Wasser, der sprach zu mir: Auf welchen du siehst den Geist herabfahren und auf ihm bleiben, der ist's, der mit dem Heiligen Geist tauft. (34) Und ich habe es gesehen und bezeugt: Dieser ist Gottes Sohn.«

Reihe VI: 1. Korinther 1,26-31 Wer sich rühmet, der rühme sich des Herrn

(26) Seht doch, Brüder und Schwestern, auf eure Berufung. Nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viele Vornehme sind berufen. (27) Sondern was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er die Weisen zuschanden mache; und was schwach ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er zuschanden mache, was stark ist; (28) und was gering ist vor der Welt und was verachtet ist, das hat Gott erwählt, was nichts ist, damit er zunichtemache, was etwas ist, (29) auf dass sich kein Mensch vor Gott rühme. (30) Durch ihn aber seid ihr in Christus Jesus, der für uns zur Weisheit wurde durch Gott und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung, (31) auf dass gilt, wie geschrieben steht (Jeremia 9,22-23): »Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn!«

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