4. Sonntag vor der Passionszeit

Liturgische Farbe: Grün

Gott rettet
Im Vertrauen auf Gott wachsen uns Kräfte zu, die uns aus Angst und Hilflosigkeit befreien.

Wochenspruch: Kommt her und seht die Werke Gottes an, der so wunderbar ist in seinem Tun an Menschenkindern. (Psalm 66,5)

Gott ist »wunderbar« in seinem Tun – davon redet die ganze Bibel und besonders die Psalmen. Mit »wunderbar« meinen sie aber nicht das Unerklärliche, sondern das Unerwartete.
Unser Leben ist von den ganz »natürlichen« Wundern Gottes durchzogen. Wir merken das nur oft nicht und versuchen diese Erfahrungen irgendwie anders zu erklären. Vielleicht solten wir in unserem eigenen Leben aber mehr auf diese Wunder Gottes achten. Dann würden wir durch diese Erkenntnis reicher, gelassener und fröhlicher.

siehe auch Kirchenjahr evangelisch


Reihe I: Markus 4,35-41 Stillung des Sturms (Evangelium)

(35) Und am Abend desselben Tages sprach er zu ihnen: »Lasst uns ans andre Ufer fahren.« (36) Und sie ließen das Volk gehen und nahmen ihn mit, wie er im Boot war, und es waren noch andere Boote bei ihm. (37) Und es erhob sich ein großer Windwirbel, und die Wellen schlugen in das Boot, sodass das Boot schon voll wurde. (38) Und er war hinten im Boot und schlief auf einem Kissen. Und sie weckten ihn auf und sprachen zu ihm: »Meister, fragst du nichts danach, dass wir umkommen?«
(39) Und er stand auf und bedrohte den Wind und sprach zu dem Meer: »Schweig! Verstumme!« Und der Wind legte sich und es ward eine große Stille. (40) Und er sprach zu ihnen: »Was seid ihr so furchtsam? Habt ihr noch keinen Glauben?«
(41) Und sie fürchteten sich sehr und sprachen untereinander: »Wer ist der, dass ihm Wind und Meer gehorsam sind!«

Reihe II: 2. Korinther 1,8-11 Die Bedrängnis des Paulus (Epistel)

(8) Denn wir wollen euch, Brüder und Schwestern, nicht verschweigen die Bedrängnis, die uns in der Provinz Asia widerfahren ist, da wir über die Maßen beschwert waren und über unsere Kraft, sodass wir auch am Leben verzagten; (9) und wir dachten bei uns selbst, zum Tode verurteilt zu sein. Das geschah aber, damit wir unser Vertrauen nicht auf uns selbst setzten, sondern auf Gott, der die Toten auferweckt, (10) der uns aus solcher Todesnot errettet hat und erretten wird. Auf ihn hoffen wir, er werde uns auch hinfort erretten. (11) Dazu helft auch ihr durch eure Fürbitte für uns, damit von vielen auf vielfältige Weise um unsertwillen Dank dargebracht werde für die Gabe, die uns gegeben ist.

Reihe III: Jesaja 51,9-16 Der Herr greift ein mit Macht und Trost (Altes Testament)

(9) Wach auf, wach auf, zieh Macht an, du Arm des HERRN! Wach auf, wie vor alters zu Anbeginn der Welt! Warst du es nicht, der Rahab zerhauen und den Drachen durchbohrt hat? (10) Warst du es nicht, der das Meer austrocknete, die Wasser der großen Tiefe, der den Grund des Meeres zum Wege machte, dass die Erlösten hindurchgingen? (11) So werden die Erlösten des HERRN heimkehren und nach Zion kommen mit Jauchzen, und ewige Freude wird auf ihrem Haupte sein. Wonne und Freude werden sie ergreifen, aber Trauern und Seufzen wird von ihnen fliehen. (12) Ich, ich bin euer Tröster! Wer bist du denn, dass du dich vor Menschen fürchtest, die doch sterben, und vor Menschenkindern, die wie Gras vergehen, (13) und vergisst den HERRN, der dich gemacht hat, der den Himmel ausgebreitet und die Erde gegründet hat, und fürchtest dich ständig den ganzen Tag vor dem Grimm des Bedrängers, der darauf aus ist, dich zu verderben? Wo ist denn der Grimm des Bedrängers? (14) Der Gefangene wird eilends losgegeben, dass er nicht sterbe und begraben werde und dass er keinen Mangel an Brot habe. (15) Denn ich bin der HERR, dein Gott, der das Meer erregt, dass seine Wellen wüten - sein Name heißt HERR Zebaoth –; (16) ich habe mein Wort in deinen Mund gelegt und habe dich unter dem Schatten meiner Hände geborgen, auf dass ich den Himmel von Neuem ausbreite und die Erde gründe und zu Zion spreche: Du bist mein Volk.

Reihe IV: Matthäus 14,22-33 Der sinkende Petrus

(22) Und alsbald drängte Jesus die Jünger, in das Boot zu steigen und vor ihm ans andere Ufer zu fahren, bis er das Volk gehen ließe. (23) Und als er das Volk hatte gehen lassen, stieg er auf einen Berg, um für sich zu sein und zu beten. Und am Abend war er dort allein.
(24) Das Boot aber war schon weit vom Land entfernt und kam in Not durch die Wellen; denn der Wind stand ihm entgegen. (25) Aber in der vierten Nachtwache kam Jesus zu ihnen und ging auf dem Meer. (26) Und da ihn die Jünger sahen auf dem Meer gehen, erschraken sie und riefen: »Es ist ein Gespenst!«, und schrien vor Furcht.
(27) Aber sogleich redete Jesus mit ihnen und sprach: »Seid getrost, ich bin's; fürchtet euch nicht!«  (28) Petrus aber antwortete ihm und sprach: »Herr, bist du es, so befiehl mir, zu dir zu kommen auf dem Wasser.« (29) Und er sprach: »Komm her!« Und Petrus stieg aus dem Boot und ging auf dem Wasser und kam auf Jesus zu. (30) Als er aber den starken Wind sah, erschrak er und begann zu sinken und schrie: »Herr, rette mich!«
(31) Jesus aber streckte sogleich die Hand aus und ergriff ihn und sprach zu ihm: »Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?« (32) Und sie stiegen in das Boot und der Wind legte sich.
(33) Die aber im Boot waren, fielen vor ihm nieder und sprachen: »Du bist wahrhaftig Gottes Sohn!«

Reihe V: Markus 5,24b-34 Die Heilung einer blutflüssigen Frau

(24b) Und es folgte ihm eine große Menge, und sie umdrängten ihn. (25) Und da war eine Frau, die hatte den Blutfluss seit zwölf Jahren (26) und hatte viel erlitten von vielen Ärzten und all ihr Gut dafür aufgewandt; und es hatte ihr nichts geholfen, sondern es war nur schlimmer geworden. (27) Da sie von Jesus gehört hatte, kam sie in der Menge von hinten heran und berührte sein Gewand. (28) Denn sie sagte sich: Wenn ich nur seine Kleider berühre, so werde ich gesund. (29) Und sogleich versiegte die Quelle ihres Blutes, und sie spürte es am Leibe, dass sie von ihrer Plage geheilt war.
(30) Und Jesus spürte sogleich an sich selbst, dass eine Kraft von ihm ausgegangen war, wandte sich um in der Menge und sprach: »Wer hat meine Kleider berührt?« (31) Und seine Jünger sprachen zu ihm: »Du siehst, dass dich die Menge umdrängt, und sprichst: ›Wer hat mich berührt?‹« (32) Und er sah sich um nach der, die das getan hatte.
(33) Die Frau aber fürchtete sich und zitterte, denn sie wusste, was an ihr geschehen war; sie kam und fiel vor ihm nieder und sagte ihm die ganze Wahrheit. (34) Er aber sprach zu ihr: »Meine Tochter, dein Glaube hat dich gesund gemacht; geh hin in Frieden und sei gesund von deiner Plage!«

Reihe VI: 1. Mose 8,1-12 Ende der Sintflut

(1) Da gedachte Gott an Noah und an alles wilde Getier und an alles Vieh, das mit ihm in der Arche war; und Gott ließ Wind auf Erden kommen, und die Wasser fielen. (2) Und die Brunnen der Tiefe wurden verstopft samt den Fenstern des Himmels, und dem Regen vom Himmel wurde gewehrt. (3) Da verliefen sich die Wasser von der Erde und nahmen immer mehr ab nach hundertfünfzig Tagen.
(4) Am siebzehnten Tag des siebenten Monats setzte die Arche auf dem Gebirge Ararat auf. (5) Es nahmen aber die Wasser immer mehr ab bis auf den zehnten Monat. Am ersten Tage des zehnten Monats sahen die Spitzen der Berge hervor. (6) Nach vierzig Tagen tat Noah an der Arche das Fenster auf, das er gemacht hatte, (7) und ließ einen Raben ausfliegen; der flog immer hin und her, bis die Wasser vertrockneten auf Erden. (8) Danach ließ er eine Taube ausfliegen, um zu erfahren, ob die Wasser sich verlaufen hätten auf Erden. (9) Da aber die Taube nichts fand, wo ihr Fuß ruhen konnte, kam sie wieder zu ihm in die Arche; denn noch war Wasser auf dem ganzen Erdboden. Da tat er die Hand heraus und nahm sie zu sich in die Arche. 
(10) Da harrte er noch weitere sieben Tage und ließ abermals die Taube fliegen aus der Arche. (11) Sie kam zu ihm um die Abendzeit, und siehe, sie hatte ein frisches Ölblatt in ihrem Schnabel. Da merkte Noah, dass die Wasser sich verlaufen hatten auf Erden. (12) Aber er harrte noch weitere sieben Tage und ließ die Taube ausfliegen; sie kam nicht wieder zu ihm.

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