Erntedankfest
Sonntag nach Michaelis (29. September)

Liturgische Farbe: Grün

Die Gaben der Schöpfung
Verantwortlich leben: Gott danken und mit anderen teilen

Wochenspruch: Aller Augen warten auf dich, und du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit. (Psalm 145,15)

Gottes Güte gilt nicht nur denen, deren Blick im Glauben schon fest geworden ist, sondern allen: Aller Augen warten auf dich, und du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit. Das ist keine Einladung in das Schlaraffenland. Wenn Gott uns Speise gibt, dann nicht so, dass er uns die gebratenen Tauben ins Maul fallen lässt, aber doch so, dass er uns mit seinen Gaben bedenkt, ohne dass wir uns auf der Suche nach immer mehr Leben übernehmen und uns selbst verlieren müssten. Unser Warten und Suchen und Hoffen hat eine Verheißung: Wir warten auf Gott.

siehe auch Kirchenjahr evangelisch


Reihe I: Jesaja 58,7-12 Brich dem Hungrigen dein Brot

(7) Heißt das nicht: Brich dem Hungrigen dein Brot, und die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus! Wenn du einen nackt siehst, so kleide ihn, und entzieh dich nicht deinem Fleisch und Blut! (8) Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte, und deine Heilung wird schnell voranschreiten, und deine Gerechtigkeit wird vor dir hergehen, und die Herrlichkeit des HERRN wird deinen Zug beschließen. (9) Dann wirst du rufen und der HERR wird dir antworten. Wenn du schreist, wird er sagen: Siehe, hier bin ich.
Wenn du in deiner Mitte niemand unterjochst und nicht mit Fingern zeigst und nicht übel redest, (10) sondern den Hungrigen dein Herz finden lässt und den Elenden sättigst, dann wird dein Licht in der Finsternis aufgehen, und dein Dunkel wird sein wie der Mittag. (11) Und der HERR wird dich immerdar führen und dich sättigen in der Dürre und dein Gebein stärken. Und du wirst sein wie ein bewässerter Garten und wie eine Wasserquelle, der es nie an Wasser fehlt. (12) Und es soll durch dich wieder aufgebaut werden, was lange wüst gelegen hat, und du wirst wieder aufrichten, was vorzeiten gegründet ward; und du sollst heißen: »Der die Lücken zumauert und die Wege ausbessert, dass man da wohnen könne«.

Reihe II: Markus 8,1-9 Speisung der Viertausend (Evangelium)  

Jesus Christus spricht:
(19) »Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo sie die Motten und der Rost fressen und wo die Diebe einbrechen und stehlen. (20) Sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo sie weder Motten noch Rost fressen und wo die Diebe nicht einbrechen und stehlen. (21) Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz. (22) Das Auge ist das Licht des Leibes. Wenn dein Auge lauter ist, so wird dein ganzer Leib licht sein. (23) Wenn aber dein Auge böse ist, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn nun das Licht, das in dir ist, Finsternis ist, wie groß wird dann die Finsternis sein!«

Reihe III: 2. Korinther 9,6-15 Einen fröhlichen Geber hat Gott lieb (Epistel)

(1) Zu der Zeit, als wieder eine große Menge da war und sie nichts zu essen hatten, rief Jesus die Jünger zu sich und sprach zu ihnen: (2) »Mich jammert das Volk, denn sie harren nun schon drei Tage bei mir aus und haben nichts zu essen. (3) Und wenn ich sie hungrig heimgehen ließe, würden sie auf dem Wege verschmachten; denn einige sind von ferne gekommen.«
(4) Seine Jünger antworteten ihm: »Woher nehmen wir Brot hier in der Einöde, dass wir sie sättigen?« (5) Und er fragte sie: »Wie viele Brote habt ihr?« Sie sprachen: »Sieben.« (6) Und er gebot dem Volk, sich auf die Erde zu lagern.
Und er nahm die sieben Brote, dankte, brach sie und gab sie seinen Jüngern, dass sie sie austeilten, und sie teilten sie unter das Volk aus. (7) Sie hatten auch einige Fische; und er sprach den Segen darüber und ließ auch diese austeilen.
(8) Und sie aßen und wurden satt. Und sie sammelten die übrigen Brocken auf, sieben Körbe voll. (9) Es waren aber etwa viertausend; und er ließ sie gehen.

Reihe IV: 5. Mose 8,7-18 Gott loben für das gute Land (Altes Testament)

(7) Denn der HERR, dein Gott, führt dich in ein gutes Land, ein Land, darin Bäche und Quellen sind und Wasser in der Tiefe, die aus den Bergen und in den Auen fließen, (8) ein Land, darin Weizen, Gerste, Weinstöcke, Feigenbäume und Granatäpfel wachsen, ein Land, darin es Ölbäume und Honig gibt, (9) ein Land, wo du Brot genug zu essen hast, wo dir nichts mangelt, ein Land, in dessen Steinen Eisen ist, wo du Kupfererz aus den Bergen haust. (10) Und wenn du gegessen hast und satt bist, sollst du den HERRN, deinen Gott, loben für das gute Land, das er dir gegeben hat.
(11) So hüte dich nun davor, den HERRN, deinen Gott, zu vergessen, sodass du seine Gebote und seine Gesetze und Rechte, die ich dir heute gebiete, nicht hältst. (12) Wenn du nun gegessen hast und satt bist und schöne Häuser erbaust und darin wohnst (13) und deine Rinder und Schafe und Silber und Gold und alles, was du hast, sich mehrt, (14) dann hüte dich, dass dein Herz sich nicht überhebt und du den HERRN, deinen Gott, vergisst, der dich aus Ägyptenland geführt hat, aus der Knechtschaft, (15) und dich geleitet hat durch die große und furchtbare Wüste, wo feurige Schlangen und Skorpione und lauter Dürre und kein Wasser war, und ließ dir Wasser aus dem harten Felsen hervorgehen (16) und speiste dich mit Manna in der Wüste, von dem deine Väter nichts gewusst haben, auf dass er dich demütigte und versuchte, damit er dir hernach wohltäte. (17) Du könntest sonst sagen in deinem Herzen: Meine Kräfte und meiner Hände Stärke haben mir diesen Reichtum gewonnen. (18) Sondern gedenke an den HERRN, deinen Gott; denn er ist's, der dir Kräfte gibt, Reichtum zu gewinnen, auf dass er hielte seinen Bund, den er deinen Vätern geschworen hat, so wie es heute ist.

Reihe V: Lukas 12, (13-14) 15-21 Der reiche Kornbauer

[ (13) Es sprach aber einer aus dem Volk zu ihm: »Meister, sage meinem Bruder, dass er mit mir das Erbe teile.« (14) Er aber sprach zu ihm: »Mensch, wer hat mich zum Richter oder Schlichter über euch gesetzt?« ]
(15) Und er sprach zu ihnen: »Seht zu und hütet euch vor aller Habgier; denn niemand lebt davon, dass er viele Güter hat.« (16) Und er sagte ihnen ein Gleichnis und sprach:
»Es war ein reicher Mensch, dessen Land hatte gut getragen. (17) Und er dachte bei sich selbst und sprach: Was soll ich tun? Ich habe nichts, wohin ich meine Früchte sammle. (18) Und sprach: ›Das will ich tun: Ich will meine Scheunen abbrechen und größere bauen und will darin sammeln all mein Korn und meine Güter (19) und will sagen zu meiner Seele: Liebe Seele, du hast einen großen Vorrat für viele Jahre; habe nun Ruhe, iss, trink und habe guten Mut!‹ (20) Aber Gott sprach zu ihm: ›Du Narr! Diese Nacht wird man deine Seele von dir fordern. Und wem wird dann gehören, was du bereitet hast?‹ (21) So geht es dem, der sich Schätze sammelt und ist nicht reich bei Gott.«

Reihe VI: 1. Timotheus 4,4-5 Was Gott geschaffen hat, ist gut

(4) Denn alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist verwerflich, was mit Danksagung empfangen wird; (5) denn es wird geheiligt durch das Wort Gottes und Gebet.

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