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Die Kirchenältesten
Ein wichtiges Amt in der Gemeinde
kirchenaelteste2015
Bild: K. Rothmann, Hanau

Die Stadtkirchengemeinde hat nun die erste neu berufene Kirchenälteste: Gretel Meyer. Nach dem Beschluss des Kirchenvorstands fand die Einführung in das Amt im Gottesdienst zum Gemeindefest am Pfingstsonntag, dem 24. Mai 2015 statt.

Aber was sind Kirchenälteste?

Dieses Amt ist schon in der Grundordnung unserer Landeskirche (also sozusagen der Verfassung) verankert. Dort heißt es:

»Die Kirchenältesten haben die Aufgabe, die Pfarrer in der Wahrung der kirchlichen Lebensordnung, im Gottesdienst und in der Seelsorge zu unterstützen und ihnen in ihrem geistlichen Amt durch Gebet, Trost und Mahnung beizustehen.« In dieses Amt können »im kirchlichen Leben besonders bewährte Gemeindeglieder auf Dauer (…) berufen« werden. Sie sind Mitglieder des Kirchenvorstands mit beratender Stimme und können sich nach eigenem Ermessen in die Arbeit der Gemeinde einbringen. Ihr Wort wird gehört und hat Gewicht.

Gretel Meyer war 42 Jahre lang Mitglied des Kirchenvorstands der Kreuzkirche – wahrlich lang genug, um sie in dieses Ehrenamt, das auf Lebenszeit verliehen wird, zu berufen. Dabei ist sie die erste der neuen Stadtkirchengemeinde.
Es gibt aber noch andere, die schon in den früheren Gemeinden Kirchenälteste waren: Ingeborg Mihatsch, Ernst Weigand, Marianne Buschbeck, Rotraud Schmidt, Helga Trommer-Schmidt und Dr. Christian Buschbeck. Gerhard Lüdecke ist Ehrenmitglied des Kirchenvorstands.

Älteste in den Gemeinden werden schon in der Bibel erwähnt (z. B. 2. Mose 3,16 oder Apg 14,23). Dort sind es die älteren und weisen Männer. Auf diese Weisheit – wir würden heute sagen: Lebenserfahrung – älterer und erfahrener Menschen setzt auch das Amt des oder der Kirchenältesten. Sie sollen so etwas wie der ruhende und dauerhafte Pol im Leben der Gemeinde sein, Ratgeber, Experte, Tröster oder einfach Freund, für die Pfarrerinnen und Pfarrer ebenso wie für die Gemeinde. 

Bild: Die neue Kirchenälteste (mit Blumenstrauß) am Tag der Einführung, Pfingstsonntag, 24. Mai 2015

Michael Ebersohn

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