Nov 2018
Mo Di Mi Do Fr Sa So
29 30 31 1 2 3 4
5 6 7 8 9 10 11
12 13 14 15 16 17 18
19 20 21 22 23 24 25
26 27 28 29 30 1 2
Der Grundstein
Grundsteinlegung der neuen Kreuzkirche 1965
grundsteinlegung-kreuzkirche-1965
Bild: Kreuzkirche Hanau

Nun ist der dritte Bauabschnitt vollendet. Ein Bild von der Grundsteinlegung ruft uns den festlichen Anfangstag ins Gedächtnis zurück. In folgendem ist die Urkunde abgedruckt, die in dem kleinen Hof eingemauert ist. Unter dem Wort »Soli deo Gloria« haben wir damals klar zum Ausdruck gebracht, wem dieses stattliche Haus geweiht sein soll.

Die in die nördliche Kirchenmauer außen eingelassene Urkunde vom Tage der Grundsteinlegung hat folgenden Wortlaut:

»Hanau, Evangelische Kreuzkirche, 16. Mai 1965

Am 7. Februar 1954 haben wir als ersten Bauabschnitt das hier nebenstehende Gemeindezentrum und im Jahre 1958 das auf der anderen Seite dieser neuen Kirche gelegene Pfarrhaus als zweiten Bauabschnitt eingeweiht. Damit waren die beiden ersten Bauabschnitte unseres in drei Bauabschnitten von der Johanneskirchengemeinde und dem Architekten Herrn Baurat Otto Heinrich Vogel, Trier, geplanten kirchlichen Bauvorhabens vollendet. Nunmehr im Jahre 1966 enthält die unter dem 15. August 1954 amtlich begründete Kreuzkirchengemeinde im dritten und letzten Bauabschnitt mit ihrem Gotteshaus ihre Krönung.

Wir legen heute A. Dom. 1965, den 16. Mai in getrostem Glauben auf Gottes Hilfe und Segen diesen Grundstein zu unserer Kirche, in der sich die stark anwachsende Gemeinde mit ihren alten und jungen Gliedern sammeln soll um Wort und Sakrament unseres Herrn.

Diese Urkunde trägt das Zeichen unseres Kirchensiegels, das auf den Wogen einer bewegten Zeit fahrende Schiff der Kirche mit dem Kreuz als dem trostreichen Zeichen der Gegenwart des Herrn Jesus Christus in der Gemeinde der Seinen.

Unter diesem Zeichen sind wir stark und getrost im Vertrauen auf das Wort des Neuen Testaments 1. Joh. 5 V 4 ›Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt Überwunden hat‹.

Der Grundstein hat die Aufschrift  S o l i  d e o  G l o r i a , die besagen soll, daß in dieser Kirche nichts anderes gelten und im Auge behalten werden soll als die Ehre Gottes und seines Heilandes. Dies bedeutet, daß hier nur sein Name und allein sein Wort verkündigt werden soll, und daß die Gemeinde, Pfarrer, Kirchenvorstand und Gemeindeglieder sich mühen wollen, die Werke christlicher Liebe zu tun und in Zucht und Wandel der Welt ein Vorbild zu geben.

Die Pfarrer der Kreuzkirchengemeinde sind am heutigen Tage: Karl Buschbeck und Walter Liebetrau.

Kirchenälteste sind zur Zeit: Max Bauschke, Margarete Engel, Hans-Martin Fritsche, Hildegard Gastrock, Luise Hansmann, Otto Hebel, Willi Michel, Adam Möller, Hans Sältzer, Ernst Schenk, Otto Scherenberger.

Das Organistenamt versieht Frau Hildegard Transchel, Hanau. Kindergarten und Kinderhort leitet die Jugendleiterin Frl. Liselotte Goy. Das Küsteramt verwaltet Heinrich Rosner; Gemeindehelferin ist Frl. Rita Bernotat.

Der Bischof der Landeskirche von Kurhessen-Waldeck ist zur Zeit D. Erich Vellmer, der Propst des Sprengels Hanau/Main Julius Martiny, der Dekan des Kirchenkreises Hanau-Stadt Karl Buschbeck. 

An der Spitze der Deutschen Bundesrepublik steht als Präsident Dr. Heinrich Lübke und als Kanzler Prof. Dr. Ludwig Erhardt.

Oberbürgermeister von Hanau ist z. Z. Herbert Dröse, Bürgermeister: Dr. Krause.

Den Entwurf zu diesem Gebäude schuf Baurat O. H. Vogel/Trier. Unter der Bauleitung von Architekt Müller/ Frankfurt wird der Bau ausgeführt durch die Baufirma Fritz Kellermann/Hanau.«

Entsprechend seiner Größe hat der Bau eine ganze Zeit beansprucht. Mit dem Erdaushub wurde im Winter 1964 begonnen, die Baubeendigung erfolgte im letzten Vierteljahr 1966.

Es war ein schönes Bauen in ständig gutem Einvernehmen mit dem Erbauer, Baurat Vogel, Trier, und Architekt Georg Müller, Frankfurt, als Bauleiter. Auch die Arbeitsgemeinschaft mit der Mannschaft der Baufirma Kellermann war eine ausgesprochene Freude. Bauherr und Arbeitsleute bildeten eine herzliche Kameradschaft. Besonders sei gedacht des Poliers, des umsichtigen, tatkräftigen und allezeit verbindlichen Maurerpoliers Bender.

Karl Buschbeck, Dezember 1966

4588