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Christi Himmelfahrt
40 Tage nach Ostern
himmelfahrt
Bild: Pfarrbriefservice.de

Der vierzigste Tag nach Ostern ist in allen christlichen Kirchen der Gedenktag an die Himmelfahrt Jesu Christi. Nach Weihnachten, Karfreitag und Ostern ist er das letzte Christusfest im Kirchenjahr. Im Neuen Testament heißt es, der auferstandene Christus habe sich während vierzig Tagen nach seiner Auferstehung vor seinen Jüngern gezeigt und sei dann in den Himmel auf den Platz zur Rechten Gottes erhoben worden. Zehn Tage danach – fünfzig Tage nach Ostern –, feiert die Kirche die Ausgießung des Heiligen Geistes, das Pfingstfest, das Theologen auch als Gründungstag der Kirche bezeichnen. Gott ist nicht mehr leiblich in der Person Jesu Christi auf Erden gegenwärtig, sondern durch seinen Heiligen Geist.

Was Weihnachten mit der Geburt Jesu begann, das endet am Himmelfahrtstag. Wir leben in einem neuen Zeitalter, Gott ist nun mit seinem Geist bei uns. Himmelfahrt fand daher schon früh Eingang in die christlichen Bekenntnisse, so enthalten bereits Vorläufer des so genannten Apostolischen Glaubensbekenntnisses die Formulierung »aufgefahren in den Himmel, er sitzt zur Rechten des Vaters.« Der rechte Platz ist in der Antike der Ehrenplatz, der dem Thronfolger oder Ehrengast gebührt.

Kein anderer Feiertag wird so unterschiedlich gefeiert wie der Donnerstag im Mai, an dem an die Himmelfahrt Christi erinnert wird. In Deutschland ist er erst seit den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts gesetzlicher Feiertag. Doch es ist immer moderner geworden, diesen Tag als »Vatertag« zu begehen. Männer machen dabei eine Wanderung mit Bollerwagen oder eine Tour mit dem Fahrrad.

Als offizieller Feiertag hat der Vatertag seine Wurzeln in den USA, dort wird der Vatertag – ähnlich wie der Muttertag – als ein Ehrentag für Väter am dritten Sonntag im Juni gefeiert.

Auch wenn ganz offensichtlich vielen Menschen nicht mehr bewusst ist, dass es sich um einen kirchlichen Feiertag handelt, können auch Christinnen und Christen von einem »Vatertag« sprechen und ihn guten Gewissens und sogar gerne feiern. Denn durch die Himmelfahrt kehrte Jesus zu seinem Vater zurück, wie er es in seinen Abschiedsreden (Johannes 14,12) gesagt hatte: »Denn ich gehe zum Vater.« Insofern ist der Himmelfahrtstag auch aus christlicher Sicht ein »Vatertag«, zeigt er doch die enge Verbindung von Gott dem Vater und Gott dem Sohn auf.   

Stefan Axmann

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