Kreuzkirche

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Karl-Marx-Straße 43
63452 Hanau

Die jüngste Kirche der Stadtkirchengemeinde wurde 1966 eingeweiht und war gebaut worden, weil die Kreuzkirchengemeinde mit ca. 8000 Gemeindegliedern eine größere Kirche brauchte. Die alte ist nun Gemeindesaal.

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1966 – 2016

50 Jahre alt zu werden, ist für die meisten Menschen wohl ein Einschnitt, der nachdenklich macht. Eine erste Lebensbilanz steht an, auch weil man sich bewusst wird, dass man nun in der zweiten Lebenshalbzeit angekommen ist. Für Kirchen allerdings ist das eigentlich kein Alter. Sie gelten mit 50 immer noch als Jungspund.

Trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – ist es ein Anlass zu feiern, dass die jüngste Kirche der Stadtkirchengemeinde nun ein halbes Jahrhundert erreicht hat. ...

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Karl-Marx-Straße 43
63452 Hanau

Das Gemeindehaus beherbergt vor allem den Gemeindesaal, der anfangs Kirche war. Die Wand zur Kirche lässt sich öffnen, sodass ein großer, heller Raum entsteht, bestens für große Veranstaltungen geeignet. Daneben gibt es im Gemeindehaus noch eine Reihe kleinerer Räume.

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Karl-Marx-Straße 45
63452 Hanau

Das ehemalige Gemeindebüro der Kreuzkirche dient dem Gemeindebezirk Kreuzkirche als Raum für Besprechungen und kleinere Sitzungen. Den Bürobetrieb hat das Gemeindebüro im Kirchenladen übernommen.

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Dekan Karl Buschbeck zu den Anfängen der Kreuzkirche

Weil unsere Gemeinde die jüngste der Hanauer Kirchengemeinden ist, hat sie auch nicht viel zu erzählen aus grauer Vorzeit ihrer Kirche und vielhundertjähriger Kirchengeschichte etwa. Aber jeder Mensch und jede Gemeinschaft hat eben doch ihr besonderes Gesicht und Gepräge, ihre Eigenheiten im Guten und im Bösen, des Erzählens wert.

Um das Gemeindegebiet ein wenig zu schildern, das bis zum 1. April 1954 als 2. Pfarrbezirk zur Johanneskirchengemeinde gehörte, sei erst einmal folgendes über diesen nordöstlichen Stadtteil gesagt, ...

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Grundsteinlegung der neuen Kreuzkirche 1965

Nun ist der dritte Bauabschnitt vollendet. Ein Bild von der Grundsteinlegung ruft uns den festlichen Anfangstag ins Gedächtnis zurück. In folgendem ist die Urkunde abgedruckt, die in dem kleinen Hof eingemauert ist. Unter dem Wort »Soli deo Gloria« haben wir damals klar zum Ausdruck gebracht, wem dieses stattliche Haus geweiht sein soll.

Die in die nördliche Kirchenmauer außen eingelassene Urkunde vom Tage der Grundsteinlegung hat folgenden Wortlaut: ...

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Lieselotte Goy über die Anfänge der Kindertagesstätte Kreuzkirche

1950 habe ich meinen Hort übernommen. Schwer war's. am Anfang, sehr schwer! Damit meine ich aber weniger, daß mir die Arbeit in der Baracke schwerfiel. (Wir besaßen nur einen alten Küchenschrank, 3 Tische, 30 Stühle und einen einsatzbereiten Pfarrer!) Auch der häßlichste aller Höfe auf einem ehemaligen Schuttabladeplatz ohne den geringsten Flecken Schatten und einer scheußlichen Wand – 10 m hoch im Hintergrund waren nicht der Kern der Schwierigkeiten, sondern die Kinder in ihrer besonderen Art der Nachkriegsjahre und meine sechsjährige Arbeit ohne Kinder.

Wenn ich jetzt zurückdenke, muß ich lachen über die verschiedenen Vorfälle. ...

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Dekan i. R. Hans Mener am 7. Februar 2004

»Kommt der Stadtbewohner einmal zur Ruhe, wird er schon nach kürzester Zeit wieder unruhig: Er springt auf, will wieder los, denn es wäre ja gut möglich, dass das, was eben da draußen noch wahr war, sich gerade verändert.« (Frank Keil, Frankfurter Rundschau vom 9.1.2004, S. 18 in: »Vergesst die In-Viertel«.)

Diesen Folgen städtischer Instabilität oder kreativer Stadtluft unterliegt auch die Kirche mit allem, was sie in der Stadt baut. Ob Gebäude oder Gemeinde, ob Initiativen oder persönliche Hilfen – nichts ist mehr unter dem gerne zitierten Kennzeichen zu bewahren »Kirche denkt oder plant oder handelt in längeren Zeiträumen«. ...