Christi Himmelfahrt
Fest der Erhöhung Jesu Christi

Liturgische Farbe: Weiß

Der erhöhte Christus
Durch seine Erhöhung zu Gott ist Christus allgegenwärtig
und bestimmt das Leben der Gemeinde und der Welt.

Tagesspruch: Jesus Christus spricht: »Wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen.« (Johannes 12,32)

Wohin gelangen wir nach dem Tod? Wer nicht einfach sagt: »Mit dem Tod ist alles aus!«, der hofft meist, »in den Himmel« zu kommen. Was aber ist der »Himmel«?
Die Bibel hält sich nicht mit Spekulationen darüber auf, wie der Himmel aussehen mag. Entscheidend ist für sie, dass er der Ort ist, an den Jesus uns vorangegangen ist. Der Himmel ist der Ort unserer Hoffnung, Symbol dafür, dass wir nicht nur auf das vertrauen, was wir sehen können. »Alle« wird Jesus zu sich ziehen in den Himmel – wollen wir da jemanden ausschließen und etwa ein bestimmtes Maß des Glaubens oder der Liebe zur Bedingung machen? Die Hoffnung, bei Jesus und damit beim Vater sein zu dürfen, gilt allen. Darum geht es.

siehe auch Christi Himmelfahrt – 40 Tage nach Ostern

siehe auch Kirchenjahr evangelisch


Reihe I: 1. Könige 8,22-24.26-28 Gebet Salomos im Tempel (Altes Testament)

(22) Und Salomo trat vor den Altar des HERRN angesichts der ganzen Gemeinde Israel und breitete seine Hände aus gen Himmel (23) und sprach: »HERR, Gott Israels, es ist kein Gott weder droben im Himmel noch unten auf Erden dir gleich, der du hältst den Bund und die Barmherzigkeit deinen Knechten, die vor dir wandeln von ganzem Herzen; (24) der du gehalten hast deinem Knecht, meinem Vater David, was du ihm zugesagt hast. Mit deinem Mund hast du es geredet, und mit deiner Hand hast du es erfüllt, wie es offenbar ist an diesem Tage. (...)
(26) Nun, Gott Israels, lass dein Wort wahr werden, das du deinem Knecht, meinem Vater David, zugesagt hast.(27) Denn sollte Gott wirklich auf Erden wohnen? Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen – wie sollte es dann dies Haus tun, das ich gebaut habe? (28) Wende dich aber zum Gebet deines Knechts und zu seinem Flehen, HERR, mein Gott, auf dass du hörst das Flehen und Gebet deines Knechts heute vor dir.« 

Reihe II: Johannes 17,20-26 Das hohepriesterliche Gebet

Jesus Christus spricht:
(20) »Ich bitte aber nicht allein für sie, sondern auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben werden, (21) dass sie alle eins seien. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein, auf dass die Welt glaube, dass du mich gesandt hast. (22) Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast, auf dass sie eins seien, wie wir eins sind, (23) ich in ihnen und du in mir, auf dass sie vollkommen eins seien und die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und sie liebst, wie du mich liebst.
(24) Vater, ich will, dass, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, damit sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast; denn du hast mich geliebt, ehe die Welt gegründet war. (25) Gerechter Vater, die Welt kennt dich nicht; ich aber kenne dich, und diese haben erkannt, dass du mich gesandt hast. (26) Und ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und werde ihn kundtun, damit die Liebe, mit der du mich liebst, in ihnen sei und ich in ihnen.«

Reihe III: Epheser 1, (15-20a) 20b-23 Gott hat Christus eingesetzt über alles

[ (15) Darum, nachdem auch ich gehört habe von dem Glauben bei euch an den Herrn Jesus und von eurer Liebe zu allen Heiligen, (16) höre ich nicht auf, zu danken für euch, und gedenke euer in meinem Gebet, (17) dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und der Offenbarung, ihn zu erkennen. (18) Und er gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid, wie reich die Herrlichkeit seines Erbes für die Heiligen ist (19) und wie überschwänglich groß seine Kraft an uns ist, die wir glauben durch die Wirkung seiner mächtigen Stärke. (20a) Mit ihr hat er an Christus gewirkt, als ]
(20b) Er [Gott hat] ihn [Jesus Christus] von den Toten auferweckt hat und eingesetzt zu seiner Rechten im Himmel (21) über alle Reiche, Gewalt, Macht, Herrschaft und jeden Namen, der angerufen wird, nicht allein in dieser Welt, sondern auch in der zukünftigen. (22) Und alles hat er unter seine Füße getan und hat ihn gesetzt der Gemeinde zum Haupt über alles, (23) welche sein Leib ist, nämlich die Fülle dessen, der alles in allem erfüllt.

Reihe IV: Daniel 7,1-3 (4-8) 9-14 Daniels Vision vom Menschensohn

(1) Im ersten Jahr Belsazars, des Königs von Babel, hatte Daniel einen Traum und Gesichte auf seinem Bett; und er schrieb den Traum auf:
(2) »Ich, Daniel, sah ein Gesicht in der Nacht, und siehe, die vier Winde unter dem Himmel wühlten das große Meer auf. (3) Und vier große Tiere stiegen herauf aus dem Meer, ein jedes anders als das andere. [ (4) Das erste war wie ein Löwe und hatte Flügel wie ein Adler. Ich sah, wie ihm die Flügel ausgerissen wurden. Und es wurde von der Erde aufgehoben und auf die Füße gestellt wie ein Mensch, und es wurde ihm ein menschliches Herz gegeben. (5) Und siehe, ein anderes Tier, das zweite, war gleich einem Bären und war auf der einen Seite aufgerichtet und hatte in seinem Maul zwischen seinen Zähnen drei Rippen. Und man sprach zu ihm: Steh auf und friss viel Fleisch! (6) Danach sah ich, und siehe, ein anderes Tier, gleich einem Panther, das hatte vier Flügel wie ein Vogel auf seinem Rücken und das Tier hatte vier Köpfe, und ihm wurde Herrschergewalt gegeben.
(7) Danach sah ich in diesem Gesicht in der Nacht, und siehe, ein viertes Tier war furchtbar und schrecklich und sehr stark und hatte große eiserne Zähne, fraß um sich und zermalmte, und was übrig blieb, zertrat es mit seinen Füßen. Es war auch ganz anders als die vorigen Tiere und hatte zehn Hörner. (8) Als ich aber auf die Hörner achtgab, siehe, da brach ein anderes kleines Horn zwischen ihnen hervor, vor dem drei der vorigen Hörner ausgerissen wurden. Und siehe, das Horn hatte Augen wie Menschenaugen und ein Maul; das redete große Dinge. ]
(9) Da sah ich: Throne wurden aufgestellt, und einer, der uralt war, setzte sich. Sein Kleid war weiß wie Schnee und das Haar auf seinem Haupt wie reine Wolle; Feuerflammen waren sein Thron und dessen Räder loderndes Feuer. (10) Da ergoss sich ein langer feuriger Strom und brach vor ihm hervor. Tausendmal Tausende dienten ihm, und zehntausendmal Zehntausende standen vor ihm. Das Gericht wurde gehalten und die Bücher wurden aufgetan. (11) Ich sah auf um der großen Reden willen, die das Horn redete, und ich sah, wie das Tier getötet wurde und sein Leib umkam und in die Feuerflammen geworfen wurde. (12) Und mit der Macht der andern Tiere war es auch aus; denn es war ihnen Zeit und Stunde bestimmt, wie lang ein jedes leben sollte. (13) Ich sah in diesem Gesicht in der Nacht, und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels wie eines Menschen Sohn und gelangte zu dem, der uralt war, und wurde vor ihn gebracht. (14) Ihm wurde gegeben Macht, Ehre und Reich, dass ihm alle Völker und Leute aus so vielen verschiedenen Sprachen dienen sollten. Seine Macht ist ewig und vergeht nicht, und sein Reich hat kein Ende.«

Reihe V: Lukas 24, (44-49) 50-53 Christi Himmelfahrt (Evangelium)

[ (44) Er [Jesus] sprach aber zu ihnen: »Das sind meine Worte, die ich zu euch gesagt habe, als ich noch bei euch war: Es muss alles erfüllt werden, was von mir geschrieben steht im Gesetz des Mose und in den Propheten und Psalmen.«
(45) Da öffnete er ihnen das Verständnis, dass sie die Schrift verstanden, (46) und sprach zu ihnen: »So steht's geschrieben, dass der Christus leiden wird und auferstehen von den Toten am dritten Tage; (47) und dass gepredigt wird in seinem Namen Buße zur Vergebung der Sünden unter allen Völkern. Von Jerusalem an (48) seid ihr dafür Zeugen. (49) Und siehe, ich sende auf euch, was mein Vater verheißen hat. Ihr aber sollt in der Stadt bleiben, bis ihr angetan werdet mit Kraft aus der Höhe.« ]
(50) Er führte sie aber hinaus bis nach Betanien und hob die Hände auf und segnete sie. (51) Und es geschah, als er sie segnete, schied er von ihnen und fuhr auf gen Himmel. (52) Sie aber beteten ihn an und kehrten zurück nach Jerusalem mit großer Freude (53) und waren allezeit im Tempel und priesen Gott.

Reihe VI: Apostelgeschichte 1,3-11 Ankündigung der Geisttaufe und Himmelfahrt (Epistel)

(3) Ihnen zeigte er [Jesus] sich nach seinem Leiden durch viele Beweise als der Lebendige und ließ sich sehen unter ihnen vierzig Tage lang und redete mit ihnen vom Reich Gottes. (4) Und als er mit ihnen beim Mahl war, befahl er ihnen, Jerusalem nicht zu verlassen, sondern zu warten auf die Verheißung des Vaters, »die ihr« – so sprach er – »von mir gehört habt; (5) denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt mit dem Heiligen Geist getauft werden nicht lange nach diesen Tagen.«
(6) Die nun zusammengekommen waren, fragten ihn und sprachen: »Herr, wirst du in dieser Zeit wieder aufrichten das Reich für Israel?« (7) Er sprach aber zu ihnen: »Es gebührt euch nicht, Zeit oder Stunde zu wissen, die der Vater in seiner Macht bestimmt hat; (8) aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde.«
(9) Und als er das gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf, weg vor ihren Augen. (10) Und als sie ihm nachsahen, wie er gen Himmel fuhr, siehe, da standen bei ihnen zwei Männer in weißen Gewändern. (11) Die sagten: »Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und seht gen Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen.«

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