Trinitatis
Fest des dreieinigen Gottes

Liturgische Farbe: Weiß

Der dreieinige Gott:
Heilig und gnädig, unverfügbar und doch nah

Wochenspruch: Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. (2. Korinther 13,13)

Der Sinn der Welt liegt nicht in ihr selbst, weder in der Natur noch in der Moral noch sonstwo. Vielmehr ist die Welt erfüllt von Gott. Er, der Heilige, der hoch über ihr steht, ist ihr Sinn.
Darauf komme ich jedoch nicht von selbst; angesichts meiner tagtäglichen Erfahrungen scheint es mir eher, als sei die Welt ganz und gar von Gott verlassen, dass sie sinnlos ist, dass ich ihren Sinn jedenfalls nicht erkenne. Statt dessen muss mir gesagt werden, dass Gott das Wesentliche an dieser Welt ist, so, wie es damals dem Jesaja gesagt wurde. Dann kann ich dem Sinn der Welt auf der Spur bleiben, kann ihn suchen auf der Spur Jesu.

siehe auch Kirchenjahr evangelisch


Reihe I: 2. Korinther 13,11-13 Der Gott der Liebe und des Friedens

(11) Zuletzt, Brüder und Schwestern, freut euch, lasst euch zurechtbringen, lasst euch mahnen, habt einerlei Sinn, haltet Frieden! So wird der Gott der Liebe und des Friedens mit euch sein. (12) Grüßt euch untereinander mit dem heiligen Kuss. Es grüßen euch alle Heiligen. (13) Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!

Reihe II: 4. Mose 6,22-27 Der Aaronitische Segen  

(22) Und der HERR redete mit Mose und sprach: (23) »Sage Aaron und seinen Söhnen und sprich: So sollt ihr sagen zu den Israeliten, wenn ihr sie segnet:
(24) Der HERR segne dich und behüte dich;
(25) der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig;
(26) der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.
(27) So sollen sie meinen Namen auf die Israeliten legen, dass ich sie segne.«

Reihe III: Johannes 3,1-8 (9-13) Jesu Gespräch mit Nikodemus (Evangelium)

(1) Es war aber ein Mensch unter den Pharisäern mit Namen Nikodemus, ein Oberster der Juden. (2) Der kam zu Jesus bei Nacht und sprach zu ihm: »Rabbi, wir wissen, dass du ein Lehrer bist, von Gott gekommen; denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm.« (3) Jesus antwortete und sprach zu ihm: »Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.« (4) Nikodemus spricht zu ihm: »Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er denn wieder in seiner Mutter Leib gehen und geboren werden?« (5) Jesus antwortete: »Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht geboren wird aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. (6) Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; und was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist. (7) Wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsst von Neuem geboren werden. (8) Der Wind bläst, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt. So ist ein jeder, der aus dem Geist geboren ist.«
[ (9) Nikodemus antwortete und sprach zu ihm: »Wie mag das zugehen?« (10) Jesus antwortete und sprach zu ihm: »Du bist Israels Lehrer und weißt das nicht? (11) Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wir reden, was wir wissen, und bezeugen, was wir gesehen haben, und ihr nehmt unser Zeugnis nicht an. (12) Glaubt ihr nicht, wenn ich euch von irdischen Dingen sage, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch von himmlischen Dingen sage? (13) Und niemand ist gen Himmel aufgefahren außer dem, der vom Himmel herabgekommen ist, nämlich der Menschensohn.« ]

Reihe IV: Römer 11, (32) 33-36 Lobpreis der Unerforschlichkeit Gottes (Epistel)

[ (32) Denn Gott hat alle eingeschlossen in den Ungehorsam, damit er sich aller erbarme. ] (33) O welch eine Tiefe des Reichtums, beides, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unbegreiflich sind seine Gerichte und unerforschlich seine Wege! (34) Denn »wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer ist sein Ratgeber gewesen«? (Jesaja 40,13) (35) Oder »wer hat ihm etwas zuvor gegeben, dass Gott es ihm zurückgeben müsste?« (Hiob 41,3) (36) Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen.

Reihe V: Jesaja 6,1-8 (9-13) Jesajas Vision und Berufung zum Propheten (Altes Testament)

(1) In dem Jahr, als der König Usija starb, sah ich den Herrn sitzen auf einem hohen und erhabenen Thron und sein Saum füllte den Tempel. (2) Serafim standen über ihm; ein jeder hatte sechs Flügel: Mit zweien deckten sie ihr Antlitz, mit zweien deckten sie ihre Füße und mit zweien flogen sie. (3) Und einer rief zum andern und sprach: »Heilig, heilig, heilig ist der HERR Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehre voll!« (4) Und die Schwellen bebten von der Stimme ihres Rufens und das Haus ward voll Rauch.
(5) Da sprach ich: »Weh mir, ich vergehe! Denn ich bin unreiner Lippen und wohne unter einem Volk von unreinen Lippen; denn ich habe den König, den HERRN Zebaoth, gesehen mit meinen Augen.« (6) Da flog einer der Serafim zu mir und hatte eine glühende Kohle in der Hand, die er mit der Zange vom Altar nahm, (7) und rührte meinen Mund an und sprach: »Siehe, hiermit sind deine Lippen berührt, dass deine Schuld von dir genommen werde und deine Sünde gesühnt sei.«
(8) Und ich hörte die Stimme des Herrn, wie er sprach: »Wen soll ich senden? Wer will unser Bote sein?« Ich aber sprach: »Hier bin ich, sende mich!« [ (9 Und er sprach: »Geh hin und sprich zu diesem Volk: Höret und verstehet's nicht; sehet und merket's nicht! (10) Verfette das Herz dieses Volks und ihre Ohren verschließe und ihre Augen verklebe, dass sie nicht sehen mit ihren Augen noch hören mit ihren Ohren noch verstehen mit ihrem Herzen und sich nicht bekehren und genesen.«
(11) Ich aber sprach: »Herr, wie lange?« Er sprach: »Bis die Städte wüst werden, ohne Einwohner, und die Häuser ohne Menschen und das Feld ganz wüst daliegt. (12) Denn der HERR wird die Menschen weit wegführen, sodass das Land sehr verlassen sein wird. (13) Auch wenn nur der zehnte Teil darin bleibt, so wird es abermals kahl gefressen werden, doch wie bei einer Terebinthe oder Eiche, von denen beim Fällen noch ein Stumpf bleibt. Ein heiliger Same wird solcher Stumpf sein.«

Reihe VI: Epheser 1,3-14 Lobpreis Gottes für den Segen in Christus  

(3) Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus,
der uns gesegnet hat mit allem geistlichen Segen im Himmel durch Christus.
(4) Denn in ihm hat er uns erwählt, ehe der Welt Grund gelegt war,
dass wir heilig und untadelig vor ihm sein sollten in der Liebe;
(5) er hat uns dazu vorherbestimmt, seine Kinder zu sein durch Jesus Christus
nach dem Wohlgefallen seines Willens,
(6) zum Lob seiner herrlichen Gnade,
mit der er uns begnadet hat in dem Geliebten.
(7) In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Sünden,
nach dem Reichtum seiner Gnade,
(8) die er uns reichlich hat widerfahren lassen in aller Weisheit und Klugheit.
(9) Gott hat uns wissen lassen das Geheimnis seines Willens
nach seinem Ratschluss, den er zuvor in Christus gefasst hatte,
(10) um die Fülle der Zeiten heraufzuführen,
auf dass alles zusammengefasst würde in Christus,
was im Himmel und auf Erden ist, durch ihn.
(11) In ihm sind wir auch zu Erben eingesetzt worden,
die wir dazu vorherbestimmt sind nach dem Vorsatz dessen, der alles wirkt,
nach dem Ratschluss seines Willens,
(12) damit wir zum Lob seiner Herrlichkeit leben,
die wir zuvor auf Christus gehofft haben.
(13) In ihm seid auch ihr, die ihr das Wort der Wahrheit gehört habt,
nämlich das Evangelium von eurer Rettung -
in ihm seid auch ihr, als ihr gläubig wurdet, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist, der verheißen ist,
(14) welcher ist das Unterpfand unsres Erbes,
zu unsrer Erlösung, dass wir sein Eigentum würden
zum Lob seiner Herrlichkeit.

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