24. Sonntag nach Trinitatis

Liturgische Farbe: Grün

Aussicht auf Leben
Das Werden und Vergehen, Weinen und Lachen bejahen und an das neue Leben in Jesus Christus glauben.

Wochenspruch: Mit Freuden sagt Dank dem Vater, der euch tüchtig gemacht hat zu dem Erbteil der Heiligen im Licht. (Kolosser 1,11b.12)

Da wird uns ein Lebensraum vorgestellt, der im Gegensatz zu unserer Welt keine Dunkelheit und keine Gottesferne kennt. Vorstellen kann ich mir diesen Raum, dieses »Jenseits« im einzelnen aber nicht. Alle Bilder, die aus meinen alltäglichen irdischen Erfahrungen stammen, reichen dafür nicht aus.
Trotzdem darf ich mich freuen, dass ich an diesem Licht teilhaben kann. In diesem Lebensraum, in diesem Licht bin ich Gott nahe. Nur dass er allein dem Vertrauen und der Hoffnung zugänglich ist.

siehe auch Kirchenjahr evangelisch


Reihe I / IV: 1. Korinther 9,16-23 Recht und Freiheit eines Apostels (Epistel)

(16) Denn dass ich das Evangelium predige, dessen darf ich mich nicht rühmen; denn ich muss es tun. Und wehe mir, wenn ich das Evangelium nicht predigte! (17) Tue ich's freiwillig, so wird's mir gelohnt. Tue ich's aber unfreiwillig, so ist mir das Amt doch anvertraut. (18) Was ist denn nun mein Lohn? Dass ich das Evangelium predige ohne Entgelt, sodass ich von meinem Recht am Evangelium nicht Gebrauch mache.
(19) Denn obwohl ich frei bin von jedermann, habe ich doch mich selbst jedermann zum Knecht gemacht, auf dass ich möglichst viele gewinne. (20) Den Juden bin ich wie ein Jude geworden, damit ich die Juden gewinne. Denen unter dem Gesetz bin ich wie einer unter dem Gesetz geworden – obwohl ich selbst nicht unter dem Gesetz bin –, damit ich die unter dem Gesetz gewinne. (21) Denen ohne Gesetz bin ich wie einer ohne Gesetz geworden – obwohl ich doch nicht ohne Gesetz bin vor Gott, sondern bin im Gesetz vor Christus –, damit ich die ohne Gesetz gewinne. (22) Den Schwachen bin ich ein Schwacher geworden, damit ich die Schwachen gewinne. Ich bin allen alles geworden, damit ich auf alle Weise etliche rette. (23) Alles aber tue ich um des Evangeliums willen, auf dass ich an ihm teilhabe.

Reihe II / V: Jesaja 51,9-16 Israel ruft nach der Macht des Schöpfers (Altes Testament)

(9) Wach auf, wach auf, zieh Macht an, du Arm des HERRN! Wach auf, wie vor alters zu Anbeginn der Welt! Warst du es nicht, der Rahab zerhauen und den Drachen durchbohrt hat? (10) Warst du es nicht, der das Meer austrocknete, die Wasser der großen Tiefe, der den Grund des Meeres zum Wege machte, dass die Erlösten hindurchgingen? (11) So werden die Erlösten des HERRN heimkehren und nach Zion kommen mit Jauchzen, und ewige Freude wird auf ihrem Haupte sein. Wonne und Freude werden sie ergreifen, aber Trauern und Seufzen wird von ihnen fliehen. (12) Ich, ich bin euer Tröster! Wer bist du denn, dass du dich vor Menschen fürchtest, die doch sterben, und vor Menschenkindern, die wie Gras vergehen, (13) und vergisst den HERRN, der dich gemacht hat, der den Himmel ausgebreitet und die Erde gegründet hat, und fürchtest dich ständig den ganzen Tag vor dem Grimm des Bedrängers, der darauf aus ist, dich zu verderben? Wo ist denn der Grimm des Bedrängers? (14) Der Gefangene wird eilends losgegeben, dass er nicht sterbe und begraben werde und dass er keinen Mangel an Brot habe. (15) Denn ich bin der HERR, dein Gott, der das Meer erregt, dass seine Wellen wüten – sein Name heißt HERR Zebaoth –; (16) ich habe mein Wort in deinen Mund gelegt und habe dich unter dem Schatten meiner Hände geborgen, auf dass ich den Himmel von Neuem ausbreite und die Erde gründe und zu Zion spreche: Du bist mein Volk.

Reihe III / VI: Markus 1,21-28 Jesus in Kapernaum (Evangelium)

(21) Und sie gingen hinein nach Kapernaum; und alsbald am Sabbat ging er in die Synagoge und lehrte. (22) Und sie entsetzten sich über seine Lehre; denn er lehrte sie mit Vollmacht und nicht wie die Schriftgelehrten.
(23) Und alsbald war in ihrer Synagoge ein Mensch, besessen von einem unreinen Geist; der schrie: (24) »Was haben wir mit dir zu schaffen, Jesus von Nazareth? Bist du gekommen, uns zu vernichten? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes!« (25) Und Jesus bedrohte ihn und sprach: »Verstumme und fahre aus von ihm!« (26) Und der unreine Geist riss ihn hin und her und schrie laut und fuhr aus von ihm.
(27) Und sie entsetzten sich alle, sodass sie sich untereinander befragten und sprachen: »Was ist das? Eine neue Lehre in Vollmacht! Er gebietet auch den unreinen Geistern, und sie gehorchen ihm!«
(28) Und die Kunde von ihm erscholl alsbald überall in das ganze Land um Galiläa.

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