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Kirchenmusik in Corona-Zeiten
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Bild: Stadtkirchengemeinde Hanau

Noch vor den Schulferien haben sich etwa 30 Mitglieder der Hanauer Kantorei – nach langer Pause zum ersten Mal – in der Oberrodenbacher Hainmühle getroffen. Zuerst wurde gewandert, im Anschluss wurden die mitgebrachten Speisen verzehrt – alles natürlich unter Einhaltung der gebotenen Abstandsregeln. Das Singen, die gemeinsamen Chorproben und die sonst übliche Geselligkeit fehlen!

Viele erkennen in Corona-Zeiten, dass das gemeinsame Erarbeiten eines Chorstückes fest zum Leben, ja zur Lebenszufriedenheit gehört und eine wirkliche Bereicherung darstellt. Alle Mitglieder der Hanauer Kantorei würden gern sofort wieder mit der Probenarbeit beginnen, wenn ihr Hobby in diesen Tagen nicht gerade zu einer der gefährlichsten Freizeitaktivitäten geworden wäre.

Chorproben in geschlossenen Räumen sind derzeit gesetzlich untersagt. Im Freien Ist das Singen unter Einhaltung des Mindestabstandes von drei Metern erlaubt. Das Problem ist aber, dass sich der Klang im Freien verliert und somit kein Chorklang entstehen kann, eine Probe unter freiem Himmel also nur sehr bedingt Freude macht. An einen normalen Konzertbetrieb mit 500 bis 600 Anwesenden ist derzeit überhaupt nicht zu denken.

Nach den Sommerferien werden Online-Proben beginnen, auch wenn diese sicherlich kein wirklicher Ersatz für den regulären Probebetrieb sein können – besser als nichts aber sind sie allemal. Lediglich die Orgel und das Klavier in der Marienkirche freuen sich über die viele Zeit, die der Kantor mit ihnen verbringt.

Natürlich werden Ideen geschmiedet, was in der Zeit nach Corona wieder alles machbar sein wird, worauf sich alle Sängerinnen und Sänger schon jetzt freuen. Immerhin finden seit Juni wieder kammermusikalisch besetzte Motetten – natürlich unter Einhaltung des Hygienekonzeptes – in der Marienkirche statt.    

Christian Mause

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