Konfirmandenunterricht mit Zoom und KonApp
Konfirmation auf den 11. Juli 2021 verschoben
konfi-maske
Bild: pixabay.com

Eigentlich ist es eine absurde Situation, dass ich trotz des ernsten Anlasses schmunzele: Da muss ich also erst digitalen Konfirmandenunterricht auf »Zoom« haben, um das Gesicht der meisten meiner Konfis zum ersten Mal »wirklich« zu sehen. Im analogen Konfirmandenunterricht besteht ja Maskenpflicht (s. Symbolbild unten), auch keine wirklich guten Voraussetzungen, um eine vertraute Beziehungsebene zu den Jugendlichen aufzubauen. Dieses Jahr ist wirklich alles anders.

So feiert auch die »KonApp« in unserem Unterricht Premiere. Das ist die neue App für die Konfirmandenarbeit, die sowohl für die Gruppenarbeit als auch von den Teilnehmenden selbst verwendet werden kann. Die Deutsche Bibelgesellschaft entwickelte sie gemeinsam mit einem Projektteam und mit Unterstützung der EKD. Sie bietet u. a. die Lutherbibel 2017, wichtige Grundtexte des Glaubens, ein Bibellexikon und vieles mehr. Interaktive Elemente sind u. a. ein Gruppenfeed, der die Kommunikation zwischen Gruppenleitung und Gruppe sowie innerhalb der Gruppe ermöglicht. Dort können Textbeiträge, Fotos, Videos und Bibelstellen geteilt, Aufgaben und Umfragen gestellt sowie Termine kommuniziert werden. Die jungen Leute haben sich extrem schnell in die App eingearbeitet. Uns deutlich älteren Lehrenden fällt das naturgemäß schwerer.

Durch den Lockdown und die bereits geschilderten Rahmenbedingungen mussten bisher zwei Konfirmandentage und die Konfifahrt abgesagt werden. Inwieweit ein dritter Konfirmandentag und der Vorstellungsgottesdienst stattfinden können, lässt sich bisher gar nicht planen. Als Verantwortliche haben wir uns dazu entschieden, diese Ausnahmesituation vollumfänglich zu berücksichtigen und keine zusätzlichen Termine mehr einzubauen.

Der Kirchenvorstand ist inzwischen einer nachdrücklichen Empfehlung der Landeskirche gefolgt, angesichts der immer noch sehr prekären Pandemieentwicklung die Konfirmationen in den Juni oder Juli zu verschieben. Hintergrund ist neben der unklaren epidemischen Mutantenentwicklung die zusätzliche Möglichkeit, die Konfirmationsgottesdienste ggf. im Freien feiern zu können.

So planen wir nun die Konfirmation am 11. Juli 2021. Hoffentlich in entspannterer Atmosphäre und – so zumindest mein Wunschtraum – mit strahlenden Konfirmandengesichtern ohne Maske.    

Stefan Axmann

08.02.2021 - 14.15 Uhr
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